Abstrakte Bilderwelten (3)
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- Erstellt am 24.02.2011

Manchmal lässt sich die Gestaltungssprache auch eingrenzen, in dem man ausschließt, wie es nicht werden soll. Da die Zeitschriften viel Bildmaterial in der Richtung hatten, war es recht einfach, eine Collage für die Stimmung "medizinisch-bedrohlich" zu erstellen.
Interessant daran ist, dass die AVM-Patienten tatsächlich mit Bildmaterial konfrontiert werden, wie es auf der Collage zu finden ist. Röntgenaufnahmen, Gehirndarstellungen, unverständliche Anzeigen in medizinischen Diagnosegeräten... und schließlich der Gang bzw. die Fahrt in den OP am Tag des Eingriffes - alles Dinge, die eher bedrückend wirken.
Mood-Chart "medizinisch-bedrohlich"

Es dominieren dunkle Farben, düster, bedrückend. Selbst helle Objekte wirken sukril, teilweise abstrakt und einschüchternd. Alles Eigenschaften, welche die spätere Patientenaufklärung nicht haben sollte. Auch hierzu eine kleine Farbweltanalyse:

Viel Schwarz-Weiß-Kontrast, Grautöne und wenige Farbkleckse. Die Stimmung lässt sich auch noch mit einer reinen Farbcollage vermitteln:

Wobei das schon fast wieder in eine andere Richtung geht, die Anmutung ist eher dunkel-elegant, hochwertig, ungewiss oder sogar leicht reizend. Ein gutes Beispiel, dass Collagen viel Interpretationsraum bieten...