AVM aus statistischer Sicht (1)
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- Erstellt am 13.01.2011

Das statistische Bundesamt ist ja bekannt für sein breites Interesse an den Belangen der Bevölkerung. Also dachte ich mir, da finden sich doch bestimmt auch irgendwelche Zahlen zu meinem Thema. Reingeklickt, rumgesucht, weitergeklickt und von einer Tabelle in die nächste gesprungen. Interessant. Es wird tatsächlich erfasst, wieviele "Unfälle durch Rasenmäher mit Kraftantrieb" es gibt.
Wie dem auch sei, nach kurzer Zeit hab ich endlich herausgefunden, dass man Angaben zu Gesundheitsthemen auf einer Sonderseite findet. Dort hab ich einfach nach arteriovenöse Malformation gesucht, was schon diverse Statistik-Links hervorbringt, die sich interessant anhören. "Diagnosedaten der Krankenhäuser nach Behandlungsort" oder nach Wohnsitz, Lebenserwartung, Sterbealter, Sterbefälle nach Nationalität oder Familienstand...
ICD-Code Recherche
Beim Blick in die Tabellen wird schnell klar, dass es massig Daten gibt und eine nähere Einschränkung nötig ist. Dabei bin ich auf den ICD-Code aufmerksam geworden, die "internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme". Fragt sich nur, in welche der vielen Klassifikationen die AVM fällt. Die Recherche im aktuellen Verzeichnis ICD-10-GM 2011 brachte mich dann zu "Q28.2 - Arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße". Dazu gibt es dann noch vier Unterteilungen:
- Q28.20 - Angeborenes arteriovenöses Aneurysma der zerebralen Gefäße
- Q28.21 - Angeborene arteriovenöse Fistel der zerebralen Gefäße
- Q28.28 - Sonstige angeborene arteriovenöse Fehlbildungen der zerebralen Gefäße
- Q28.29 - Angeborene arteriovenöse Fehlbildung der zerebralen Gefäße, nicht
näher bezeichnet
Wo Q28.22 bis Q28.27 abgeblieben sind konnte ich nicht herausfinden. Diverse Suchergebnisse bei Google bestätigten mir dann jedenfalls, dass arteriovenöse Malformationen wohl generell der Klasse Q28.28 zuzuordnen sind.
Keine verwendbaren Daten vom statistischen Bundesamt
Beim statistischen Bundesamt wird aber leider nicht so genau unterschieden (zumindest nicht online abrufbar). Daher macht es eigentlich wenig Sinn, die dort verfügbaren Daten in der späteren Infografik zu verwenden. Die Zahlen fassen verschiedene "Fehlbildungen der zerebralen Gefäße" zusammen. Außerdem sind die Daten nicht unbedingt repräsentativ, da es ja möglich ist, dass sich Patienten in verschiedenen Krankenhäusern vorgestellt haben oder (mehrfach) behandelt wurden.
Interessant ist es trotzdem. Ich werd mal versuchen, die Daten etwas aufzubereiten, damit ich das Zahlenchaos besser interpretieren kann...